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Die Vision vom Stifter Fritz AbeleDa unsere Bürgerschaft zur Erfüllung ihrer Aufgaben auch der Bereitschaft ihrer Bürgerinnen zu sozialer Mitverantwortung und beispielgebender persönlicher Tat bedarf, errichte ich, Fritz Abele, Diplomingenieur (FH), die STIFTUNG in Erinnerung an die historische Tat der "Schorndorfer Weiber" und ihrer Anführerin Barbara Künkelin, um Frauen und Frauengruppen unserer engeren und weiteren Heimat zu ermutigen, im gleichen Geist zum Wohle ihrer Mitbürger tätig zu werden. Anna Barbara Walch-Künkelin, geborene Agricola aus Leutkirch, hatte als Frau des amtierenden Bürgermeisters Johann Heinrich Walch zwar Anteil an dessen politischem Wissen, sozialem Gewissen und persönlichen Verbindungen, aber sie besaß keine amtliche Autorität, als sie im Dezember 1688 an der Spitze einer Frauengruppe sich der Ubergabe Schorndorfs an das französische Heer erfolgreich widersetzte. Sie war, wie die von ihr hinterlassene Studienstiftung für Theologiestudenten beweist, eine tätig-fromme Frau, die aus Verantwortung vor Gott, gegenüber ihrer Nächsten und der gesamten Bürgerschaft entschlossen handelte, als es darauf ankam, ein Beispiel bürgerschaftlicher Selbsthilfe, sozialer Verteidigung und persönlich gewagten Widerstandes zu geben. In diesem Sinne soll der Barbara Künkelin-Preis alle zwei Jahre, erstmals 1984, an Frauen oder Frauengruppen unserer engeren oder weiteren Heimat verliehen werden, die zum Wohle der Allgemeinheit auf dem Gebiete besonders förderungswürdiger Zwecke vorbildlich tätig wurden, ohne den Erfolg einem von ihren Männern bekleideten Amte zu verdanken.
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